Halbmarathon 2. Lauf der Bramfelder Winterlaufserie
- fiona
- 1. Jan. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Heute war es so weit. Der große Tag stand an. Zeit zu schauen, ob sich die 11 Wochen konstanten Trainings ausgezahlt hatten und ich mein Ziel, einen Halbmarathon zu laufen, erreichen würde. Nur kam alles leider ganz anders als geplant.
Ich wollte die 21km im Rahmen der Bramfelder Winterlaufserie laufen. Die Laufstrecke führt, wie der Name schon sagt, um den Bramfelder See. Dieser Lauf ist rundenbasiert und man kann insgesamt 5 Runden a 4,66km laufen.4 Runden sollten es für mich werden. Das wären dann 18,64km und die restlichen Kilometer zum Halbmarathon hätte ich dann noch in einer angebrochenen fünften Runde angehängt.
Nun hielt aber ja allerdings die letzten Tage der Winter Einzug, was die Streckenverhältnisse ziemlich in Mitleidenschaft zog. Die Strecke um den See war komplett vereist, sodass es eine riesige Herausforderung gewesen ist dort zu laufen.
Die ersten zwei Runden gingen noch ganz gut, doch von Runde zu Runde wurden die Verhältnisse der Strecke schlechter und es immer schwieriger das Wegrutschen auszugleichen. Muskulär war das eine ziemlich krasse Geschichte und das merkte ich dann auch in der dritten Runde. Dort hätte ich eigentlich schon aussteigen sollen, aber anscheinend war ich noch nicht am Limit. Ich wollte doch unbedingt die 21km reißen! Und da fehlten doch nur noch 1 ½ Runden! Das sollte doch zu schaffen sein.
Leider war mein linkes Knie da anderer Meinung. Durch die ungewohnte Belastung begann da was tierisch zu zwacken, so sehr, dass ich teilweise das Gefühl hatte, das Knie nicht mehr richtig beugen zu können.
Also habe ich beschlossen nach 17km abzubrechen. Dort war ich bereits in der 4. Runde und es wären nur noch rund 1,6km bis zum Ziel gewesen. Doch wollte ich nichts riskieren. Meine Gesundheit habe ich schon einmal auf’s Spiel gesetzt. Das muss ich nicht noch ein zweites Mal tun. Also bin ich die restlichen Kilometer bis zum Ziel dann gegangen.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich total okay damit bin. Es ist eher das komplette Gegenteil. Ich habe den ganzen restlichen Tag dafür gebraucht das Gefühl des versagt Habens los zu lassen.11 Wochen habe ich trainiert, bei Wind und Wetter. Habe auf vieles verzichtet und mich aufgerafft, auch wenn ich mal keine Lust hatte. Und dass ich dann nicht das Ziel erreichen konnte, hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen.
Jetzt haben wir es kurz nach 19:00 Uhr und es geht mir schon etwas besser. Die Gedanken werden ruhiger und ich bin dabei zu akzeptieren, dass es nicht geklappt hat und dass es nicht zu 100% an mir gelegen hat. Ich gehe fest davon aus, dass ich mein Ziel erreicht hätte, wenn die Witterungsbedingungen andere gewesen wären. Das, was für mich wichtig ist, ist dass ich wieder einmal bis an meine Grenzen gegangen bin. Ich habe alles gegeben und das ist das Einzige, was zählt.




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