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- fiona
- 20. März 2021
- 2 Min. Lesezeit
Heute ist wieder ein sehr merkwürdiger Tag.
Es zeichnete sich schon die ganze Woche über ab.
Das Ritalin wirkt momentan nicht mehr so richtig.
Warum? Das kann ich noch nicht sagen?
Woran ich das merke?
Meine Gedanken überschlagen sich wieder.
Manchmal wünschte ich, ich könnte zeichnen.
Damit ich malen könnte, wie es in meinem Kopf zurzeit aussieht.
Ich kann es selbst noch nicht so gut in Worte fassen.
Würde es euch gerne erklären.
Mein Kopf ist immer voll mit Ideen, Gedanken.
Er will immer beschäftigt werden.
Das Ritalin hilft mir all diese Gedanken und Ideen zu strukturieren.
In eine Reihenfolge zu bringen, damit ich sie Stück für Stück abarbeiten kann.
Eines nach dem anderen.
Greift das Ritalin nicht, fordert mein Gehirn von mir, dass ich ALLES AUF EINMAL MACHEN MUSS
Schreiben, Sport machen, lesen, spazieren gehen, einkaufen, kochen, backen, putzen
ZACK ZACK ZACK ZACK
Alles oder nichts!
Dieses Wirrwarr in meinem Kopf überfordert mich dann so dermaßen,
dass ich gar nicht in der Lage bin, überhaupt irgendetwas davon zu machen
Ich bin wie paralysiert.
Und selbst wenn ich es schaffe einen Teil dieser Aufgaben zu erledigen,
werde ich am Ende des Tages nicht zufrieden mit mir sein.
Denn laut meinem Gehirn bin ich ein niemand, habe ich versagt, weil ich nicht alles geschafft habe.
Ganz, oder gar nicht.
Auf der Arbeit hilft mir das Ritalin meine Aufgaben zu strukturieren
Und klar zu sehen und auch diese Stück für Stück abzuarbeiten.
Ohne das Ritalin schlägt mein Gehirn Panik, wenn ich gerade in einer Aufgabe stecke und plötzlich eine neue hinzukommt, oder mich jemand zwischendurch etwas fragt.
Ich komme in’s Straucheln.
Verunsichere mich selbst.
Sofort vergesse ich womit ich mich eben noch befasst habe
Die Aufgabe fliegt mir im wahrsten Sinne des Wortes davon und mein Hirn versucht sich der neuen Aufgabe zu widmen.
In solchen Momenten kann ich förmlich sehen, wie die Aufgabe mit dem Wind davongetragen wird
Wie eine Feder
Tschüüüüüs liebe Aufgabe, war nett mit dir.
Auch heute beim Schreiben merke ich es.
Ich kann keine Struktur in mein Geschriebenes bringen.
Weiß zwar, was ich euch mitteilen will
Es ist aber alles durcheinander.
Welcher Fakt ist wichtig? Was ist eher weniger von Bedeutung?
Macht das überhaupt alles Sinn?
Aaaaaaaaaah!
Und jetzt bin ich abgelenkt und weiß gar nicht mehr, was das alles hier soll.
Willkommen in meinem Hirn.
Die Fotos, die jetzt folgen, erklären das Phänomen wenigstens ein bisschen.


Gestaltet von Dani Donovan https://www.adhddd.com/ .
Sie hat das wunderbare Talent, diese komplexe "Krankheit" ADHS, in wundervollen, verständlichen Comics beschreiben zu können.
Jetzt bin ich am Ende angekommen, ohne das Gefühl zu haben irgendwas erklärt zu haben. Bzw nicht das, was ich eigentlich erklären wollte? Ach was weiß ich denn. Es frustriert einfach, wenn das Gehirn nicht mitspielt!




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